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Römische ‚pietas‘ – kein universelles Postulat

Bianca-Jeanette Schröder


Seiten 335 - 358



Römische ‚pietas‘: Eine diachrone und differenzierte Analyse ergibt, dass die ‚communis opinio‘ einer fast allumfassenden ‚pietas‘ entscheidend zu korrigieren ist. Es wird zunächst untersucht, in welcher konkreten Beziehung ‚pietas‘ zu ‚religio‘ bzw. zu den Göttern und dem Kult steht. Ausgehend von dem Ergebnis, dass ‚pietas‘ das Verhalten zwischen Menschen reguliert, wird zum einen gezeigt, in welchen ganz bestimmten Personenkonstellationen ‚pietas‘ üblicherweise erwartet wird und warum bzw. in welchen Kontexten sie ausnahmsweise auf andere Beziehungen übertragen werden kann. Außerdem wird dargestellt, welche konkreten Handlungen explizit als Ausdruck von ‚pietas‘ bezeichnet werden. Der diachrone Ansatz ermöglicht es, die erstaunlichen Veränderungen bei der Verwendung des Begriffs zu beobachten.

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