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Epigramme i. A. Sr. Maj. des Königs

Zu zwei Friedrich Thiersch zugeschriebenen griechischen Grabinschriften auf dem Alten Münchner Südfriedhof

Markus Hafner


Pages 73 - 96



Der Beitrag nimmt erstmals zwei griechische Grabinschriften des 19. Jh. auf dem Alten Münchner Südfriedhof aus gräzistischer Perspektive in den Blick. Die im elegischen Distichon gedichteten epitymbischen Epigramme für zwei an der Cholera verstorbene Griechen († 1836) aus dem Umkreis Ottos, 1832 bis 1862 König von Griechenland, denen Ludwig I. Ehrendenkmäler in Form antikisierender polychromer Grabstelen stiften ließ, bezeugen in ihrer Gestaltung in dorisierender bzw. attisierender Kunstsprache die aktive Rezeption griechischer Dialekte im Rahmen des Philhellenismus und enthalten vielfache Bezüge auf die antike Literatur, besonders die Sepulkraltopik der Anthologia Graeca und die homerische Epik: In beiden Inschriften werden die Themen der heldischen Aretalogie sowie der ‚immatura mors‘ über die Schicksale homerischer Helden vermittelt. Neben der Analyse der darin präsenten Vorbilder der griechischen Literatur geht der Beitrag der Frage nach dem ‚epigrammator‘ der Texte nach.

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